20 Jahre Seniorenpflegezentrum St. Helena – ein Stück Heimat in Grafenrheinfeld

Seit 20 Jahren ist das Seniorenpflegezentrum St. Helena ein Ort der Fürsorge, der Begegnung und des Miteinanders.
Zum Jubiläum gratuliert die Gemeinde Grafenrheinfeld allen Bewohnerinnen und Bewohnern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Caritas als Trägerin herzlich. Das Haus hat einen festen Platz im Gemeindeleben gefunden und ist aus Grafenrheinfeld nicht mehr wegzudenken.
Am Anfang stand ein ebenso einfacher wie wichtiger Gedanke: Ältere Menschen sollten ihre Heimat nicht verlassen müssen, wenn sie pflegebedürftig werden. Die Initiative dazu ging vom damaligen Bürgermeister Walter Weinig aus. Bei seinen Weihnachtsbesuchen bei Grafenrheinfelderinnen und Grafenrheinfeldern in auswärtigen Pflegeeinrichtungen hatte er erlebt, wie viel die Nähe zu Familie, Freunden und der vertrauten Umgebung bedeutet.
Der Gemeinderat griff diesen Gedanken auf und setzte sich gemeinsam mit der Caritas dafür ein, in Grafenrheinfeld eine Einrichtung mit wohnlichem Umfeld, hochwertiger Pflege und vertretbaren Kosten zu schaffen. Bereits Anfang 2002 fanden erste Gespräche statt. Es folgten zahlreiche Abstimmungen mit der Regierung von Unterfranken, dem Landratsamt Schweinfurt, der Caritas und weiteren Beteiligten. Besichtigungen von Pflegeeinrichtungen, unter anderem in Essenbach bei Landshut und in Schweinfurt, halfen dabei, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln.
Mit der Sicherung geeigneter Grundstücke schuf die Gemeinde eine entscheidende Voraussetzung für die Verwirklichung. Der Gemeinderat traf die notwendigen Beschlüsse und begleitete das Vorhaben mit Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein. Die Gemeinde stellte die Flächen zweckgebunden für 99 Jahre zinslos im Erbbaurecht zur Verfügung, gewährte einen Zuschuss von 1,3 Millionen Euro, übernahm die Vorfinanzierung und unterstützte das Projekt mit einem zinsgünstigen Darlehen. Damit leistete sie einen wesentlichen Beitrag dazu, dass aus der Idee Wirklichkeit werden konnte.
Am 16. Dezember 2004 erfolgte der Spatenstich. Wie groß das Interesse an der neuen Einrichtung war, zeigte der Tag der offenen Tür am 22. Oktober 2006: Rund 1.000 Besucherinnen und Besucher kamen, um das Haus kennenzulernen. Die hohe Auslastung von Beginn an bestätigte, wie richtig und wichtig die gemeinsame Entscheidung gewesen war.
Bis heute zeichnet sich St. Helena durch seine helle, freundliche Gestaltung, den freien Blick in die Natur und das großzügige Angebot an Einzelzimmern aus. Hier finden die Bewohnerinnen und Bewohner Raum für Privatsphäre und zugleich Möglichkeiten zur Begegnung. Sie können ihren Lebensabend in der Nähe ihrer Angehörigen und Freunde verbringen und bleiben mit ihrer Heimat verbunden.
St. Helena liegt am Rand der Gemeinde, steht aber mitten in ihrer Gemeinschaft.
Regelmäßige Besuche, enge Kontakte zu örtlichen Vereinen und gemeinsame Veranstaltungen verbinden das Haus mit dem Gemeindeleben.
Dass aus dem Pflegezentrum ein Zuhause wird, ist vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken. Mit fachlicher Kompetenz, Aufmerksamkeit und Menschlichkeit begleiten sie die Menschen im Alltag. Feste und Begegnungsangebote bringen Freude und Abwechslung ins Haus. Der Dank der Gemeinde gilt ihnen ebenso wie Einrichtungsleiterin Nina Bauer, den Verantwortlichen der Caritas, den Angehörigen, Ehrenamtlichen, Vereinen und allen weiteren Unterstützern.
Im Mittelpunkt stehen die Bewohnerinnen und Bewohner selbst. Mit ihren Lebensgeschichten, Erfahrungen und Persönlichkeiten bereichern sie die Gemeinschaft. Sie gehören zu Grafenrheinfeld und sollen auch im Alter spüren, dass ihre Gemeinde mit ihnen verbunden bleibt.
Das Jubiläum ist ein Anlass, dankbar auf das gemeinsam Erreichte zurückzublicken. Es zeigt, was entstehen kann, wenn eine Gemeinde Verantwortung übernimmt und mit einem verlässlichen Partner zusammenarbeitet. Für die Zukunft wünscht die Gemeinde der gesamten Hausgemeinschaft alles Gute – und dass Menschlichkeit, gegenseitige Wertschätzung und Lebensfreude das Leben in St. Helena weiterhin prägen.
Herzliche Grüße
Christian Keller
Erster Bürgermeister
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